15. Dezember 2017

Der Untergang

Fefe schrieb: „Diese Leichtfertigkeit, mit der die Webseitenbetreiber alle ihre Benutzer an Google und Facebook ausliefert, finde ich wirklich schockierend. Bei Facebook gab es ja wenigstens noch einen Aufschrei, als die Leute merkten, was für Analysen Facebook so fahren kann, weil überall ihr Like-Button eingeblendet ist (den filtere ich auch weg). Bei Google haben alle […]

Clean Cut – oder die normale Autonomie

Für mich als Webseitenhobbyist war es immer schon ein ordentlicher Krampf ein gutes Statistik-Plugin für WordPress zu finden. Die Statistik wird verzerrt, Bots werden als User gezählt usw. usf.. Nach Jahren wuchs in mir immer mehr das Bedürfnis mich von dieser Bürde zu befreien und mittlerweile scheiße ich komplett auf irgendwelche Statistiken.

Dieser kleine Blog hier ist mein Hobby, also warum eine solche Sucht nach Statistiken? Ich denke, es hat mit einem grundlegenden Bedürfnis nach Geltung zu tun. In meinen Träumen war ich ein einflussreicher Blogger und in der Realität blickte ich zu meinen Vorbildern auf. Auch wenn die Zahlen meiner Stats immer ein Witz waren – unter zwanzig Usern maximal – so hat mich doch wenigstens das Wissen darüber ein kleines bißchen befriedigt.

In solchen Zeiten wuchs bei mir ein wachsendes Bedürfnis nach Reichweitenoptimierung. Tausende Tutorials habe ich mir reingezogen, was man machen kann, um seine Reichweite zu verbessern: SEO-Optimierung, Trennung von Layout und Design, Code Hierarchie, PageRank, Browseroptimierung und was es noch so alles gibt… An jeder Ecke im Netz stieß ich auf neue Tricks, um das Nonplusultra der aktuellsten Technik zu erreichen. Meinen Quelltext hätte man als Patchworkmüll beschreiben können. Die erhoffte Verbesserung und die User blieben aus, dafür aber wurde meine Seite insgesamt viel langsamer und nerviger zu besuchen. Außen vielleicht Hui, aber Innen definitives Pfui.

Parallel zu meinem Quantitativ-Wahn wuchsen Plattformen wie Google und Facebook, Twitter, Myspace und Konsorten in den Olymp der Internetwelt und erstmals konnte auch ich die kritischen Stimmen wahrnehmen. Ich habe mir das erste Mal Gedanken über die Konsequenzen meines unbekümmerten Verhaltens gemacht, was meine und die Daten meiner zwei Besucher (Mum und meine Schwester) angeht. Aushebelung des Datenschutzes, Personalisierte Werbung, und irgendwann war die Kritik so laut, dass man nicht drum herum kam, sein eigenes Verhalten zu bedenken. Gebetsmühlenartig konfrontierte ich meine Umwelt mit den Erkenntnissen von Datenschützern oder Koryphähen der Netzgurus. Unbekümmertes Schweigen überall da, wo ich dystopische Zukunftsszenarien gemalt habe, schiefe Blicke bei der Aufforderung, sich von Facebook zu verabschieden, alternative Messenger zu benutzen und sich einen eigenen Webserver zuzulegen, anstatt alles über Google und GMX laufen zu lassen. Ganze Firmeninfrastrukturen in der IT habe ich erlebt, die ihre Daten über Cloudservices abgewickelt haben. Am besten fand ich immer den Widerspruch, wenn Leute in ihrem unverschlüsselten Mailverkehr auf die Vertraulichkeit des Inhalts hingewiesen haben. In den Jahren, in den ich meine Mails mit ein paar wenigen Freunden tatsächlich verschlüssele, hat der Rest meiner Umwelt sich keineswegs dafür interessiert, dass überhaupt die Möglichkeit dazu besteht.

Naja, ich will auch hier keinen Roman schreiben, ich möchte an dieser Stelle nur mal mitteilen, dass beim Besuch meines Blogs hier keinerlei Daten an irgendwelche geldgeilen Konzerne oder asoziale Netzwerkbetreiber weitergeleitet wird. Hier ist alles Clean: HTML-Text, CSS und ein wenig Java-Script. Kommt mir ein PlugIn für WordPress unter, welches stillschweigend Analyticsdienste oder GoogleFonts einbindet, fliegt das gleich wieder raus. Ich scheiße drauf, wie viele Leute das hier lesen. Es macht mir Spass zu schreiben und ich freue mich über Kommentare oder Mails, aber vor allem bin ich froh, nicht mehr meine Lebenszeit zu verschwenden etwas für Statistiken und Konzernarschlöcher zu tun. Damit wenigstens ihr, Jessi, Mummy und Dorie, bei eurem Besuch ein ruhiges Gewissen haben könnt – falls ein Wunder geschieht – und ihr euch irgendwann mal dafür interessiert. 🙂

Love

WordPress SSL Zertifikat Fehlermeldung

Download fehlgeschlagen. SSL certificate problem, verify that the CA cert is OK. Details: error:14090086:SSL routines:SSL3_GET_SERVER_CERTIFICATE:certificate verify failed

Vor kurzem hatte ich ein Problem mit dem Aktualisieren von Themes oder Plugins auf meiner Multisiteinstallation von WordPress. Anscheinend ist kein gültiges SSL-Zertifikat hinterlegt und es erscheint die obige Fehlermeldung beim Update.

Bei der Suche nach einer Lösung, fand ich einen Beitrag im Netz, in dem dazu geraten wird, die SSL-Verifikation in der upgrade.php einfach abzustellenLIES MEHR